Nachhaltigkeit & Klimaneutralität im Web

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Ca. 10-15% des weltweit verbrauchten Stroms wird für Internetnutzung verbraucht. Wachsende Datenvolumina und dadurch größere Speicherkapazitäten sind ein Riesenthema. Ein Videoaufruf bei YouTube erzeugt knapp 3g CO2, eine Google-Suchanfrage fällt mit ca. 0,2g noch relativ klein aus. Und wie oft am Tag macht man das? Da kommt massig was zusammen.

Was kann man tun?

  1. Die optimale Nutzererfahrung (User Experience) zielt darauf ab, eine übersichtliche Website zu gestalten, auf der mit wenigen Klicks gefunden wird, wonach gesucht wird. Hierfür können Icons & Bilder mit Verlinkungen eingesetzt werden, die selbsterklärend schnell zielführend sind. Außerdem sind Filteroptionen ein Weg zum schnelleren Surfen im Web. Und schneller heißt in diesem Falle auch nachhaltiger.
  2. Bilder und Grafiken verbrauchen Unmengen an Speicherplatz und Ladekapazitäten. Darauf verzichten kann man nicht immer, weshalb in der Webentwicklung mit Kompressionen, möglichst sauberem und schlankem Code und durchdachten Konzeptionen energieschonend und nachhaltig gearbeitet werden sollte.
    Aber konzeptionell sollte auch vom Websitebetreiber immer geschaut werden, ob es wirklich eine Bildlösung sein muss, oder ob nicht ähnliche Effekte mit Vektorgrafien (SVG) oder modernem CSS Layout erreicht werden können.
  3. Performance / Ladezeit reduzieren
    Die Performance ist auch der entscheidende Faktor in Sachen Energieverbrauch (lesen Sie gerne nochmal meinen letzten Newsletter WeigelNOTES#1 / 3 )
    – Schauen Sie auf die Qualität des Servers bei Ihrem Hostinganbieter. Manchmal kann man ein schnelleres Paket buchen und schon geht die Post ab.
    – Berücksichtigen Sie, dass mobile Geräte oftmals schlechtere Internetverbindung unterwegs sind.
    – Beachten Sie, dass sich mit dem Wachsen z.B. eines Onlineshops auch die Ladezeiten verlängern. Optimierung ist also eine regelmäßige und disziplinierte Angelegenheit.
    – Performance betrifft immer die Technik UND das Design. Achten Sie schon im Entwurf darauf, dass es nicht zu “wild” wird mit den Animationen und Gimmicks. Es ist oft schick, aber wenn es dadurch zu langsam wird, verpufft der gewünschte Effekt sehr schnell.
  4. Online-Shops – klimafreundlicher Versand
    Sie betreiben einen Shop und versenden regelmäßig Ihre Produkte?
    Sie könnten die Paketgröße dem verkauften Artikel passen, das spart Material und der Kunde hat weniger Müll zu entsorgen. Wer ist Ihr Paketdienstleister? Schauen Sie doch mal, ob nicht ggf. DHL GoGreen u.ä. in Frage kommen.
  5. Zertifizierte “grüne” Webhoster
    Sie können nach nachhaltigen Providern Ausschau halten, die klimaneutral arbeiten. Achten Sie auf ein eventuelles Ökosiegel, um sicher zu sein, dass Ihr Anbieter auch wirklich zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien liefert.

    –> Hier finden Sie eine Liste von zertifizieren Stromanbietern <–>Ihr Provider wird Ihnen versichern, dass klimaneutral gewirtschaftet wird (schließlich ist das inzwischen auch ein gutes Marketinginstrument ;-)) Ein wirklich gutes Beispiel bietet hier der Hostinganbieter “webgo“:

    Mehr Infos:
    https://utopia.de/ratgeber/gruenes-webhosting-oekostrom/

Der Klimawandel und seine miesen Folgen für uns alle wird immer deutlicher. Immer mehr Menschen suchen nach nachhaltigen Lösungen bei Energie, Lebensmitteln und im Verkehr. Und auch mit nachhaltiger Webentwicklung kann der CO2-Ausstoß reduziert werden. Websites verbrauchen Energie, aber der Verbrauch kann durch nachhaltige Webkonzeption deutlich reduziert werden. In Kombination mit klimaneutralen Hostinganbietern und ggf. Paketdienstleistern können wir alle einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten.
Und wer es wirklich ernst meint, kann gerne ein eigenes Siegel für sein Webprojekt erwerben. z.B. die Firma ClimatePartner vergibt entsprechende Zertifikate, basierend auf Ihren Unternehmensdaten.

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